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Geschichte Chinas


Die Yangshao- und die Longshan-Kultur, die Shang-Dynastie (ca. 1600 v. Chr. - ca. 1050 v. Chr.) und die Zhou-Dynastie (ca. 1050 v. Chr. - 221 v. Chr.)

(Das chinesische Zeichen für die Shang-Dynastie.) (Das chinesische Zeichen für die Zhou-Dynastie.)

Die Yangshao- und die Longshan-Kultur waren Kulturen der Jungsteinzeit (Neolithikum). Die Yangshao-Kultur geht bis auf die Zeit von 5000 v. Chr. zurück. Vereinzelte Funde lassen auch schon einige noch frühere Kulturen schließen. Diese beiden Kulturen stellten bereits keramische Gegenstände her. Unterschiede kann man in ihren Formen und Farben feststellen. Die Longshan-Kultur hatte schwarze Gefäße. Den Schätzungen nach dürfte schon damals die Brenntemperatur mehr als 1000 Grad Celsius betragen haben. Es wurden auch Waffen und Werkzeuge angefertigt. Darüber hinaus hatten diese Kulturen auch Haustiere und einen Totenkult der darauf basierte Knochen ins Feuer zu halten. Die Shang-Dynastie, deren Anfang auf die Zeit um 1600 v. Chr. datiert wird, war eine Kultur der Bronzezeit. Die gefundenen Überreste der Shang-Dynastie, die man bei Anyang gefunden hat, zeigen die vielen fortgeschrittenen Techniken dieser Dynastie. Zu dieser Zeit spricht man noch nicht von Kaisern, weil es kein einheitliches China gab, sondern von Königen. Wie im Neolithikum, hielt man auch in der Shang-Dynastie Knochen ins Feuer, um die Zukunft vorauszusagen. In der Shang-Dynastie wurde daraus eine ganze Wissenschaft gemacht und für die Könige war es sehr wichtig. Einige Knochen wurden auch beschrieben. Aus Bronze wurden vor allem Waffen und Gefäße hergestellt. Viele sogar mit recht komplizierten Mustern wie z. B. Wappen. Außerdem wurden schon damals verschiedene Metalle mit Bronze gemischt (Legierungen). Zur Shang-Zeit gab es schon einige territoriale Lehen die von adligen Familien verwaltet wurden. In der Shang-Dynastie wurde viel geopfert. Vor allem handelte es sich dabei um Tiere, aber auch Diener wurden z. B. beerdigt wenn ihr König gestorben ist. Später wurden die Diener durch Figuren ersetzt. Um das Jahr 1050 v. Chr. herum wurde die Shang-Dynastie durch einen Nachbarstaat namens Zhou gestürtzt. Dieser war militärisch besser vorbereitet und hatte auch verbesserte Streitwagen. Die Zhou mussten sich am Anfang gegen Angriffe vieler Barbarenvölker aus dem eigenen Staat und aus Nachbarstaaten verteidigen. In der Zhou-Dynastie gab es wieder territoriale Lehen die von adligen Familien verwaltet wurden. Es war zwar nicht vereinbart, aber es war so üblich, dass die Lehen erblich waren und somit über Generationen in derselben Familie blieben. Es gab damals auch schon eine ganze Adelshierarchie. Zur Zeit der Zhou-Dynastie lebten zwei der bedeutendsten chinesischen Philosophen: Laotse und Konfuzius. Nicht alle Informationen über sie sind gesichert, daher kann man nur sagen, dass Laotse im 4. Jahrhundert v. Chr. gelebt hat und Konfuzius von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. Laotse war der Begründer des Taoismus und sein berühmtestes Werk mit vielen Weisheiten heißt Tao te king. Konfuzius hat eine Staatstheorie entwickelt die auf bestimmten moralischen Werten basiert. Bis heute gibt es in China viele Anhänger des Taoismus und des Konfuzianismus. Zu dieser Zeit schrieb auch der chinesische Philosoph und General Sunzi sein, bis heute weltberühmtes, Buch "Die Kunst des Krieges". Um das Zhou-Reich herum wurden viele andere Staaten gegründet. In einem gab es sogar noch Nachfolger der Shang-Dynastie. Diese Staaten entwickelten sich schnell weiter und bekriegten sich untereinander. Während dieser kriegerischen Zeit wandelte sich das System ein wenig. Die Macht der Familien sank. Viele wichtige Positionen wurden nun durch den niedrigeren Adel eingenommen. Das Kriegswesen wandelte sich stark. Man kämpfe immer mehr um Territorien. Die vorherigen Streitwagen wurden in zunehmendem Maße durch die Infanterie und die Kavallerie ersetzt und es wurden neue Waffen entwickelt. Während dieser Zeit (um 500 v. Chr.) konnten sich auch die Bauern zunehmend vom Adel befreien. Später kam es in China zu einem großen wirtschatlichen Aufschwung. Es wurden außerdem neue Techniken in der Landwirtschaft verwendet und das Eisengießen war bereits in China bekannt. Das alles brachte weitere Neuerungen mit sich. Der Handel erfolgte in viel größerem Maße als vorher, die Städte wuchsen und es wurde Geld eingeführt. Der Handel fand auch mit anderen Ländern statt und begünstigte so die Expansion Chinas. Die adligen Familien zerfielen langsam. Das Land Qin entwickelte ein zentrales System in dem nun nicht mehr die Adligen bevorzugt wurden, sondern jeder die gleichen Chancen hatte. Der damalige König Qin Shi Huangdi, des Landes Qin, einigte im Jahre 221 v. Chr. alle Länder in dieser Umgebung und hat somit China gegründet. Er war der erste Kaiser Chinas.


Die Qin-Dynastie (221 v. Chr. - 206 v. Chr.) und die Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.)

(Das chinesische Zeichen für die Qin-Dynastie.) (Das chinesische Zeichen für die Han-Dynastie.)

Der König Qin Shi Huangdi des Reiches Qin unterwarf die verschiedenen Nachbarländer und schloss sie, 221. v. Chr., zusammen zum Qin-Reich. Damit war die Zhou-Dynastie zu Ende und Qin Shi Huangdi wurde der erste Kaiser Chinas. Mit einem Schlag führte er viele Neuerungen und Vereinheitlichungen ein. Das Geld und die Schrift wurden vereinheitlicht. Außerdem wurde damals der Vorläufer der chinesischen Mauer gebaut. Die heutige chinesische Mauer ist aus der Ming-Dynastie. Der Verlauf der Mauern ist ähnlich da es damals wie auch zur Zeit der Ming-Dynastie darum ging sich gegen Nomadeneinfälle aus dem Norden zu schützen. Bereits im Jahre 247 v. Chr., als es ein einheitliches China noch nicht gab, ließ Qin Shi Huangdi sein Mausoleum. Heute ist es bekannt als Terrakotta-Armee. Sie besteht aus 6000 Soldaten aus Terrakotta. Sie wurde 1974 in der Nähe von Lintong entdeckt. Qin Shi Huangdi eroberte benachbarte Gebiete wo Nomaden lebten. Dort wurden Chinesen angesiedelt. Der erste Kaiser war ein Tyrann. Das Volk war mit ihm unzufrieden und auch der Adel, denn dieser wurde von ihm entmachtet. Es gab auch ein sehr hartes Strafsystem und Qin Shi Huangdi hat staatsfeindliche Bücher verboten und es kam daruafhin zur Bücherverbrennung. Der zweite Kaiser der Qin-Dynastie war der Sohn von Qin Shi Hunagdi. Dieser bliebt jedoch nicht lange an der Macht, denn das Volk rebellierte gegen die Qin-Dynastie und hat sie erfolgreich bekämpft. Der Anführer der Aufständischen, Liu Bang, wurde der erste Kaiser der Han-Dynastie, die 206 v. Chr. gegründet wurde. Anfänglich hat die Han-Dynastie große Teile des Regierungssystems der Qin-Dynastie übernommen. Es war wieder so, dass der Adel über verschiedene Lehen verfügte. Später lockerte sich das ganze System jedoch und die Bauern wurden freier. In der Han-Dynastie gab es sehr genaue Volkszählungen. Für Verdienste verschiedener Art bekam man Ehrenränge, die man jedoch durch Strafverfahren verlieren konnte. Auch die Eroberungen gingen weiter. In die eroberten Gebiete wurden Chinesen umgesiedelt. Hier hatte die Zentralregierung mehr Einfluss als auf Familien in den alten chinesischen Gebieten. Außerdem wurden in diese Gebiete Soldaten zur Verteidigung entsandt. Es wurden außerdem weitere Mauern gebaut und auch Kanäle. Später wurden auch die Lehen abgeschafft und somit die Adligen entmachtet. Am Anfang der Han-Dynastie gab es viele Nomadeneinfälle aus dem Norden, da die Mauern schlecht bewacht waren. Man versuchte mit Geschenken an diese Völker den Frieden zu bewahren. Irgendwann war man jedoch der Ansicht, dass diese Politik nur schädlich für China ist und um 120 v. Chr. hat man diese Völker militärisch zurückgetrieben. Neben der Mongolei wurde auch die Mandschurei erobert. Überall wurden hier Chinesen angesiedelt. Mittels Rauchzeichen und Feuer konnten sich die Wachposten auf den Mauern verständigen. Auch im Süden haben die Han viele Gebite erobert und somit viele Kulturen zerstört. Von einigen Kulturen kann man heute noch immer Überbleibsel finden. In ganz Asien lassen sich chinesische Gegenstände aus dieser Zeit finden. Die Kontakte reichten sogar noch bis zum Römischen Reich. Zu dieser Zeit waren Kaufleute sehr aktiv. Die Chinesen versuchten gute politische Kontakte zu ihren Nachbarländern zu pflegen und gaben ihnen viele Geschenke, vor allem Seide. Man tauschte sich in verschiedenen Beziehungen aus. So kam es oft dazu, dass aus Bündnissen eine Heirat folgte. Dadurch verbreitete man bei den Nomadenvölkern die chinesische Kultur. Während der Han-Dynastie gab es Fortschritte auf dem Gebiet der Metallurgie und der Waffen. Auf vielen Gebieten gab es staatliche und private Betriebe, die von reichen Familien kontrolliert wurden. Während der Han-Dynastie gab es einen Umbruch. Die Kaiser haben sich den Adel und die Beamten zu Feinden gemacht und das Volk wiederum fühlte sich durch die reichen Familien unterdrückt. Im Jahr 23 n. Chr. kam es zu einem Umbruch und die Zeit danach bezeichnet man als die Östliche Han-Dynastie; die Zeit davor als Westliche Han-Dynastie. Zur Zeit der Östlichen Han-Dynastie hatten die Großgrundbesitzer wieder viel Macht. Es kam zu Konflikten zwischen den Eunuchen und den Großgrundbesitzern. Im Jahre 189 n. Chr. konnten die Großgrundbesitzer die Eunuchen entgültig besiegen. Aufgrund einer Agrarkrise am Ende des 2. Jahrhunderts bildeten sich religiöse Gruppen die zu Aufständischen wurden. Diese Gruppen wurden von Generälen bekämpft und die Kaiser am Ende des 2. Jahrhunderts hatten keine Macht mehr. Die Generälen bekämpften sich auch gegenseitig und so ging im Jahre 220 die Han-Dynastie zu Ende und es entstanden die drei Reiche Shu, Wei und Wu.


Die drei Reiche (220 - 280), die Jin-Dynastie (265 - 420) und die Zeit bis 581

(Das chinesische Zeichen für die Jin-Dynastie.)

Am Ende der Han-Dynastie glaubte General Cao Cao ganz China beherrschen zu können. Während einer Schlacht wurde er jedoch von den Feldherren Sun Quan und Liu Bei aufgehalten. Somit wurde China in drei Reiche geteilt. Liu Bei gründete das Reich Shu, Cao Cao gründete das Reich Wei und Sun Quan gründete das Reich Wu. Cao Caos Reich war eine Militärdiktatur. Durch eine systematische Agrarpolitik sollte die Wirtschaft seines Reiches gestärkt werden. Als er die Berufsarmee schuf versuchte er sich auch die militärischen Fähigkeiten einiger Nomadenvölker zu Nutze zu machen. Es gab für Soldaten und Beamte Ränge für gute Leistungen. Außerdem gab es ein neues Strafsystem. Das Shu-Reich war ebenfalls eine Militärdiktatur, aber es wurde 263 vom Wei-Reich erobert. Im Reich Wei gewannen die reichen Familien die Oberhand und Sima Yan gründete im Jahre 265 die Jin-Dynastie, womit das Wei-Reich zu Ende ging. 280 gelang es Sima Yan schließlich auch noch das Wu-Reich zu unterwerfen. Die Familie Sima versuchte gleich am Anfang der Jin-Dynastie Maßnahmen einzuführen die einen politischen Aufstieg reicher Familien verhindern sollten. So sollten beispielsweise die Lehen beschränkt werden. In Wirklichkeit kam es jedoch ganz anders und es gab wieder Großgrundbesitzer die große Lehen verwalteten und die Kontrolle über sehr viele Menschen hatten. Ende des 3. Jahrhunderts kam es zu Streitigkeiten zwischen den Fürsten der Jin-Dynastie. Dies zog sich bis ins 4. Jahrhundert hin und das Volk der Xiongnu nutzte diese Situation und beendete die Dynastie der Westlichen Jin im Jahre 316. 317 wurde dann die Dynastie der Östlichen Jin gegründet. Das Chaos in China ging jedoch weiter. Mitte des 4. Jahrhunderts kam es zu Aufständen und diese konnten am Anfang des 5. Jahrhunderts zerschlagen werden. Die Regierung hatte jedoch nicht mehr so viel Macht und einige Heerführer ergriffen die Macht und beendeten die Jin-Dynastie im Jahre 420. Die nächste Zeit bis zur Entstehung der Sui-Dynastie im Jahre 581 war eine Zeit vieler kurzlebiger Dynastien. Die nächste Dynastie war die Song-Dynastie die bis 479 existierte. Auf sie folgte die Qi-Dynastie bis ins Jahr 502. Auch hier kam es zu einer Machtübernahme und es folgte die Liang-Dynastie bis 557. Diese Dynastie war stand wirtschaftlich sehr gut dar und die Bevölkerung lebte recht gut. Langsam entwickelte sich jedoch ein Heer welches sich die Regierung wendete und somit begann im Jahre 557 die Chen-Dynastie. Sie dauerte bis 581, also bis zur Entstehung der Sui-Dynastie und war die letzte der südlichen Dynastien. In Nordchina stellt sich die Situation noch weit aus komplexer dar. Hier gab es seit dem Ende der Westliche Jin-Dynastie im Jahre 316 sehr viele Reiche die von Nomadenvölkern gegründet wurden. All diese Reiche brachen im Jahre 581 mit dem Entstehen der Sui-Dynastie zusammen.


Die Sui-Dynastie (581 - 618), die Tang-Dynastie (618 - 907) und die Zeit bis 960

(Das chinesische Zeichen für die Sui-Dynastie.) (Das chinesische Zeichen für die Tang-Dynastie.)

Keramiktopf
Keramiktopf, China, 7. Jahrhundert - 10. Jahrhundert, Tang-Dynastie (618 - 907)

Die Zeit ab 581 ist die Zeit der Wiedervereinigung des zerplitterten Chinas und gleichzeitg das Ende der Barbarenreiche. Es war eine schrittweise Wiedervereinigung, die sich relaitv langsam vollzog. 581 gründete Kaiser Wen die Sui-Dynastie in Chang'an. Der zweite und gleichzeitg letzte Kaiser dieser kurzen Dynastie war Kaiser Yang. Zu dieser Zeit begann man auf dem Meer tätig zu werden. Es gab viele Expeditionen in andere asiatische Länder. Es wurden darüber hinaus viele Kanäle gebaut die Nordchina und Südchina, die vorher getrennt waren miteinander wirtschaftlich zu verbinden. Darüber hinaus wurden die nördlichen Mauern, die gegen Mongoleneinfälle schützen sollten ausgebaut. Im Jahre 618 marschierte General Li Yuan in Chang'an ein und gründete die Tang-Dynastie. Auch sein Sohn Li Shimin wurde nach ihm chinesischer Kaiser. Das Kanalsystem wurde weiter ausgebaut und somit besserte sich immer mehr die wirtschatliche Situation. Es gab zwei Hauptstädte Chang'an und Luoyang, jedoch war Chang'an die wichtigere Hauptstadt. Beide Hauptstädte liegen nahe am Huang He (Gelber Fluss). Chang'an wurde sehr gut ausgebaut. Es hatte sehr starke Verteidigungsmauern und war allgemein schahbrettartig aufgebaut. Hier befand sich natürlich der Kaiserpalast wie auch der ganze Beamtenapparat und auch viele buddhistische wie auch taoistische Klöster. Die Tang-Dynastie hatte ein sehr gut organisiertes Verwaltungssystem das sich um alle Angelegenheiten genau kümmerte. Es gab für jeden kleinen Landkreis einen bestimmten Beamten und diese Teilgebiete wurden zu immer größeren zusammengefasst. Auch der Besitz von Grund und Boden und die Erblichkeit davon wurden genau nach verschiedenen Kriterien kontrolliert. Auch die Justiz war sehr gut organisiert. Das Heer bestand zum großen Teil aus der nun, seit der Sui-Dynastie, regierenden Aristokratie, wobei auch Bauern eingezogen wurden. Das wichtigste waren jedoch Pferde. Am Anfang des 7. Jahrhunderts gab es sehr wenige Pferde, jedoch stieg ihre Zahl enorm an. Im 8. Jahrhundert sank sie jedoch wieder. Dies ist auf verschiedene Angriffe der Tibetaner und Türken zurückzuführen. Im 7. Jahrhundert kam es zu einer enormen Expansion Chinas in alle Richtungen. In den westlichen Gebieten kämpften die Chinesen vor allem mit den Türken und mit den Tibetanern. China konnte seine Grenzen jedoch erfolgreich nach Westen verlagern. Außerdem wurde Korea besetzt wie auch Vietnam. Dies war die erste große Expansion des chinesischen Reiches. Im Jahre 690 kam die Kaiserin Wu an die macht und ersetzte viele Beamten durch ihre eigenen Leute. Sie war jedoch auch äußerst grausam da sie viele Mitglieder der Familie Li hinrichten ließ, die die Tang-Dynastie gegründet hat. 705 jedoch endete ihre Macht. Die Jahre von 712 bis 756 waren die Blütezeit der Tang-Dynastie und der Geschichte Chinas. Wichtig zu erwähnen wäre noch, dass im 7. Jahrhundert China das Porzellan erfunden hat und dass nun auch daraus Vasen und andere Sachen gemacht wurden und nicht nur aus Keramik. Zu dieser Zeit herrschte Kaiser Xuanzong. Vor allem der Buddhismus trat sehr stark in den Vordergrund und wurde genau analysiert. Es war auch gleichzeitg ein literarisch sehr ausgeprägtes Zeitalter. Langsam ging jedoch das System aus verschiedenen Gründen zugrunde. Es wurden schon in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts Militärbezirke, mit kaiserlichen Kommissären an der Spitze, geschaffen. 755 kam es zu einer sehr weitreichenden Revolution, die von An Lushan angeführt wurde. Schnell gelang es ihm Chang'an und Luoyang einzunehmen. Verschiedene von China besetzte Gebiete konnten daher Ende des 8. Jahrhunderts wieder ihre Unabhängigkeit erlangen, da China sehr geschwächt war. Die Militärkommissäre die später nicht mehr adlig waren, sondern aus dem Volk stammen, eigneten sich immer mehr Macht an. Die Regierung musste es hinnehmen, weil sie dem nichts entgegen zu setzen hatte. 907 wurde die Tang-Dynastie offziell gestürzt und die mächtigsten Machthaber teilten China auf und es gab bis zum Jahre 960 fünf verschiedene Dynastien. Erst unter der Herrschaft der Song-Dynastie konnte China wieder vereinigt werden.


Die Song-Dynastie (960 - 1279)

(Das chinesische Zeichen für die Song-Dynastie.)

Die Song-Dynastie geht aus einer der fünf Dynastien hervor, die sich nach der Tang-Dynastie gebildet haben und zwar aus der Dynastie der Späteren Zhao. General Zhao Kuangyin gründete im Jahre 960 die Song-Dynastie in Kaifeng. Innerhalb der nächsten Jahre wurden die anderen Teile Chinas, die nun selbstständig waren wieder angegeliedert. Ziemlich früh nach diesen Erfolgen und zwar schon am Anfang des 11. Jahrhunderts gab aus Probleme mit den Nomadenvölkern aus dem Norden. Wie auch schon in früheren Jahrhunderten waren es vor allem die Mongolen und die Dschurdschen, die den Chinesen Probleme bereitet haben. Diese Feinde begleiten China durch seine ganze Geschichte. Auch zu dieser Zeit war es ein großes Problem mit diesen Völkern fertig zu werden und man musste Verträge abschließen, die nicht unbedingt positiv für China waren. Das ganze ging schließlich so weit, dass im Jahre 1127 die Dschurdschen Nordchina erobert haben und seit dieser Zeit spricht man von der Dynastie der Südlichen Song. Es ist darauf zurückzuführen, dass China in den meisten Perioden seiner Geschichte ein Söldnerheer gehabt hat. Im Vergleich dazu waren Nomadenvölker spezialisiert auf Kriege und die Soldaten kämpfen mit ganzem Einsatz. Das chinesische Söldnerheer hingegen war teuer, denn man musste die Söldner gut bezahlen und während kriegsfreier Perioden schlossen sie sich oft zu Banditen zusammen und plünderten. Außerdem setzten sie sich nicht so sehr für China ein, da die meisten von ihnen beispielsweise Landstreicher und ehemalige Gefangene waren. Abgesehen von all diesen Niederlagen war die Song-Dynastie eine wichtige Zeit, wenn um Erfindungen und Politik geht. Im Vergleich zu anderen Dynastien, die es vor der Song-Dynastie gab, jedoch auch danach, gab es in der Song-Dynastie Parteien. Dieses System ist zwar nicht mit unserem heutigen zu vergleichen, aber trotzdem hatte beispielsweise der Kanzler sehr viel Macht, obwohl es natürlich noch den Kaiser gab. Auch die Beamten sollte man hier nicht vernachlässigen, denn sie spielten in der Song-Dynastie eine wichtige Rolle. Vor allem gab es ein wirklich gutes Prüfsystem, anhand dessen die Beamten ausgewählt wurden. Sie hießen Mandarine. In der Song-Dynastie gab es auch viele Reformen, um das Volk zufrieden zu stellen. Wichtig zu erwähnen wären hier vor allem die Städte, die einen wirklich großen Aufschwung erlebten. Allgemein lässt sich sagen, dass soziale Einrichtungen, wie z. B. Krankenhäuser und Altersheime geschaffen wurden. Kaifeng war nicht nur die Kaiserstadt, sondern hier gab es auch Bordelle und verschiedene Märkte, so dass hier Tag und Nacht Menschen anzutreffen waren. Nun sollten wir uns den Erfindungen zuwenden. Eine der wohl wichtigsten Erfindungen dieser Zeit dürfte wohl das Schießpulver gewesen sein, denn es war die Grundlage erster Revolver und spielte auch später in Europa ein wichtige Rolle. Die Chinesen wussten schon damals das Schießpulver zu nutzen und zwar verschossen sie Pfeile aus Bambusrohren heraus. Es wurden auch Wurfmaschinen erfunden. Durch verschiedene Handelströme wurde die chinesische Bevölkerung mobiler. Auch die Mandarine blieben nur drei bis vier Jahre an einem Ort und wurden an einen anderen versetzt. Auch die Fertigung von Keramiken und des Porzellans wurde weiter verfeinert. Auch im Handel mit der Außenwelt war China sehr aktiv. Es wurde mit Keramik, Porzellan, Seide, Tee und verschiedenen Metallen gehandelt. Neben den bereits bekannten Kupfermünzen erfanden die Chinesen nun das Papiergeld. Zu dieser Zeit war China die größte Seemacht der Welt und die chinesischen Schiffe waren sehr viel weiter entwickelt als die europäischen. Jedoch war seit Ende des 12. Jahrhunderts Dschingis Khan sehr aktiv. All das was heute Russland ist gehörte zum Reich Dschingis Khans. Er kam sogar bis nach Europa und nach Persien und logischerweise blieb auch China davon nicht verschont. Im 13. Jahrhundert gab es auch Übergriffe auf Nordchina. Im Jahre 1279 wurde schließlich ganz China von den Mongolen besetzt und es wurde die Yuan-Dynastie ausgerufen.


Die Yuan-Dynastie (1279 - 1368)

(Das chinesische Zeichen für die Yuan-Dynastie.)

Um China herum entwickelten sich die Nomadenvölker immer weiter. Schließlich haben ja die Dschurdschen 1127 Nordchina erobert. Auch einige andere Nomadenvölker gründeten Reiche rund um China und sie waren militärisch so gut vorbereitet, dass die Chinesen Tribute zahlen mussten. Die meisten waren nicht von besonders langer Dauer. Das Alles geschah noch zur Zeit der Song-Dynastie. Die Mongolen sollten jedoch die Expansion der anderen Völker in den Schatten stellen. Seit dem Anfang des 13. Jahrhunderts begann die Eroberung durch Dschingis Khan. Die Dschurdschen wurden aus Nordchina vertrieben und Dschingis Kahn kam sogar bis nach Vorderasien und Europa. Europa war noch schlechter vorbereitet gegen solche Attacken als China und deshalb war es für Europa sehr überraschend. In China dauerte die Eroberung durch die Mongolen länger. Nordchina wurde z. T. noch zur Zeit von Dschingis Khan erobert. Dschingis Khan ist 1227 gestorben. Ögödei wurde Dschingis Khans Nachfolger in Ostasien. Von Anfang an gingen die Mongolen nicht gut mit den Chinesen um. Sie versuchten alle eroberten Völker auszubeuten und machten sie zu Sklaven. Am Anfang hatten sie auch Probleme die Verwaltung richtig zu organisieren. Danach wurde das chinesische System übernommen und die Mongolen zeigten ein wenig Interesse an der chinesischen Kultur, wie z. B. chinesischen Büchern. Der Nachfolger Ögödeis war Kubilai Khan dem es schließlich gelang auch Südchina zu erobern und daher wurde im Jahre 1279 die Yuan-Dynastie gegründet. Schon im Jahre 1267 verlegte Kubilai Khan die Hauptstadt des Mongolenreiches von Karakorum nach Beijing (Peking). Die Mongolen teilten die Menschen in China in vier Gruppen ein. Die oberste Gruppe waren sie selbst, die nächste Gruppe waren andere Völker außer der Chinesen, die dritte Gruppe waren die Nordchinesen und die letzte Gruppe waren die Südchinesen. Die Mongolen hielten die Südchinesen für barbarisch dabei waren sie viel gebildeter als die Mongolen. Wichtige Posten wurden vor allem durch Mongolen besetzt und z. T. auch durch Leute aus der zweiten Klasse. Dies waren oft Mohammedaner. Man konnte in eine bessere Klasse auch nicht aufsteigen und die beiden letzten Klassen waren sehr eingeschränkt und wurden diskriminiert. So konnte man z. B. seinen Beruf nicht wechseln und auch niemanden aus einer anderen Klasse heiraten. Wenn ein Chinese einen Mongolen getötet hat so wurde er zum Tode verurteilt, in umgekehrten Fall musste der Mongole nur eine Geldstrafe bezahlen. Durch sehr hohe Steuern wurden die chinesischen Bauern stark belastet. Dennoch wurden, im Vergleich zu Nordchina, in Südchina die Großgrundbesitzer nicht enteignet. Mit der Eroberung Südchinas hatten die Mongolen nun noch mehr Rohstoffe zur Verfügung, jedoch war es problematisch sie nach Norden zu schaffen. Dabei entstand ein Kanal zwischen Beijing (Peking) und Südchina. Dieser sogenannte Kaiserkanal wurde dann später auch von der Ming- und Qing-Dynastie genutzt und wird heute noch immer genutzt. Die Mongolen führten das Papiergeld allgemein ein und mittels verschiedener Kaufleute aus Vorderasien kam es einem regen Handel. Über die Seidenstraße kam es auch zu Kontakten mit Europa. Viele Kaufleute aus Vorderasien und Europa reisten nach China und einige bekamen sogar wichtige Positionen in China. Es reisten auch christliche Geistliche nach China und einige davon verfassten detaillierte Berichte über China. Bekannt ist auch der venezianische Kaufmann Marco Polo der angeblich mehrere Jahr am Hof von Kubilai Khan gewesen sein soll. Heute zweifelt man jedoch daran, ob es nicht nur ein Schwindel gewesen ist. Es gab auch einige Chinesen die im Zuge dieser Kontakte nach Vorderasien und Europa reisten. Die Wissenschaften wurden auch während der Yuan-Dynastie weiterentwickelt. Vor allem waren es die Mathematk und die Astronomie. Die Yuan-Dynastie versuchte immer die Religion zu fördern die im eigenen Interesse lag. Am Anfang war es vor allem der Taoismus und später der Lamaismus. Die Oberhäupter der geförderten Religionen hatten viel Macht. Die Folge der Ausbeutung durch die Mongolen war ein erhöhter Widerstand der chinesischen Bevölkerung. Bekannt ist z. B. die Sekte "Weißer Lotos" und die Organisation "Rote Turbane". Diese Organisationen, mit Zhu Yuan Zhang an der Spitze, konnten China Stück für Stück zurückerobern und 1368 haben sie in Nanjing die Ming-Dynastie gegründet.


Die Ming-Dynastie (1368 - 1644)

(Das chinesische Zeichen für die Ming-Dynastie.)

Porzellanschale
Porzellanschale, China, Ende 16. Jahrhundert, Ming-Dynastie (1368 - 1644)

Als es den Widerstandsgruppen gelungen war die Mongolen aus China zu vertreiben, gründete Zhu Yuan Zhang 1368 (kantonesisch: Taizu) die Ming-Dynastie. Das Wort Ming heißt im Chinesischen hell und in diesem Sinn heller Glanz. Die Ming-Dynastie hat später soagr noch versucht die äußere Mongolei zu besetzen um somit endgültig Schluss mit den Mongolen zu machen, aber dies gelang dann doch nicht. Die 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts war vorallem ein Jahrhundert des Aufbaus für die Ming-Dynastie gewesen. Zhu Yuan Zhang führte verschiedene Sicherheitsvorkehrungen ein, da er sich die ganze Zeit davor führchtete, dass ihn jemand absetzen könnte. Als erstes wurde eine Geheimpolizei tätig die wichtige Beamte, die dem Kaiser gefährlich werden könnten, ausspionieren sollte. Die zweite Maßnahme war die, dass Beamte die zuviel Macht besaßen abgesetzt wurden, oft auch ins Gefängnis kamen oder manchmal sogar getötet wurden. Zhu Yuan Zhang bevorzugte, als Beamte, Leute aus dem Volk, den er war der Ansicht, dass sie schneller arbeiten und dass sie im treuer sind als die adlige Schicht. Trotz dieser Überwachung konnten die Eunuchen ihre Stellung am kaiserlichen Hof stärken. Es wurde außerdem jeweils für die Handwerker, die Bauern und das Militär ein Ministerium eingerichtet. Die erste Hauptstadt der Ming-Dynastie war Nanjing. Zhu Yuan Zhang dankte im Jahre 1398 ab. 1403 bestiegt der Kaiser Zhu Di den Thron. Er war im Vergleich zu den meisten anderen Kaisern der Ming-Dynastie politisch sehr engagiert. Da er früher Beamte in Beijing (Peking) war verlegte er die Hauptstadt von Nanjing nach Beijing. Er wollte Chinas guten Ruf in Asien, nach der Mongolenherrschaft, wiederherstellen und unternahm 7 große Seereisen, die von dem mohammedanischen Eunuchen, mit chinesichem Namen, Zheng He geplant und geleitet wurden. Man besuchte mehrere Länder in Asien und Afrika um ihnen zu zeigen, dass China nicht untergegangen ist. Im Jahre 1421 wurde die Verbotene Stadt, der Kaiserpalast der Ming- und der zukünftigen Qing-Kaiser, fertiggestellt. Die Verbotene Stadt ist der größte Palast der Welt und befindet sich auf einer Fläche von 720.000 m2. Es gibt in diesem Palast 9.999 Räume. Im 15. Jahrhundert gab es z. B. Probleme wie die japanischen Piraten. In diesem Jahrhundert wurde aber auch die Große Mauer (chinesich: chang cheng) gebaut. Sie sollte vorallem einen Schutz vor den Mongolen bieten, die immer wieder versuchten China zu erobern, und vor den Mandschuren. Die Große Mauer hatte zur Zeit der Ming-Dynastie eine Länge von 9.000 km und heute ist sie nur noch 6.000 km lang. Die Höhe dieses riesigen Bauwerks schwankt zwischen 4 m und 12 m. Alle 200 m findet man einen Wachtrum. Falls es zu einem Gefecht an der Mauer kam wurde diese Nahcricht mit Feuersignalen von einem zum anderen Wachturm weitergegeben bis es schließlich ein Reiter dem Kaiser meldete. Die Große Mauer ist das einzige Bauwerk, dass man sogar noch aus dem Weltall sehen kann. Im 16. Jahrhundert verschlechterte sich die Lage in China immer mehr. Es kam am Ende dieses Jahrhunderts oft zu Bauernaufständen und es haben sich sogar oppositionelle Gruppen gebildet. Der Kaiser, der damals herrschte war Wanli. Er bestieg 1573 den Drachenthron in der Verbotenen Stadt. Die finanziellen Reserven wurden immer knapper, da Wanli viel Geld für Kriege und sein Mausoleum ausgab. 1577 kamen die Portugiesen nach China um mit den Chinesen Handel betreiebn zu können. China stellte Portugal dafür den Hafen Macau zur Verfügung. Die Portugiesen führten vorallem Anbauprodukte aus Südamerika ein, wie z. B. die Süßkartoffel. Die Chinesen bezahlten sie mit erlesenen Porzellanwaren. Das Ende des 16. Jahrhunderts und der Anfang des 17. Jahrhunderts war aber auch eine geistige Blütezeit. In dieser Zeit gab es viele Literaten und es wurde auf die Wissenschaft mehr Wert gelegt. Es gab auch andere Veränderungen, z. B. gab es immer mehr reiche Kaufleute, Schiffsbesitzer und Bakiers. Ihnen gegenüber standen jedoch die armen Kleinbauern, die für Großgrundbesitzer arbeiten mussten. Auch aus diesem Grund wurden die Proteste immer größer. Im Jahre 1620 dankte der Kaiser Wanli ab. Er herrschte, von allen Ming-Kaiser, am längsten, nämlich 47 Jahre. In der Ming-Dynastie entstandt auch das blau-weiß Porzellan. In der Wanli-Zeit wurden die Techniken der Porzellanbearbeitung verfeinert noch mehr verfeinert. Die Hauptstadt des Porzellans ist seit der Tang-Dynastie, wo es das erste Porzellan gab, Jingdezhen. Seit 1628 gab es die ersten schweren Kämpfe an der Großen Mauer zwischen den Mandschuren und den Chinesen. Die Kämpfe verschärften sich immer mehr und im Jahre 1644 konnten die Mandschuren offiziel die Qing-Dynastie ausrufen.


Die Qing-Dynastie (1644 - 1911)

(Das chinesische Zeichen für die Qing-Dynastie.)

Porzellanvase
Porzellanvase, China, Anfang 18. Jahrhundert, Qing-Dynastie (1644 - 1911)
Porzellanvase
Porzellanvase, China, 2. Hälfte 18. Jahrhundert, Qing-Dynastie (1644 - 1911)


Blanc de Chine Porzellan
Blanc de Chine Porzellan (Göttin Guanyin), China, 18. Jahrhundert, Qing-Dynastie (1644 - 1911)


Teedose
Teedose, China, Ende 19. Jahrhundert, Qing-Dynastie (1644 - 1911)

Anfang des 17. Jahrhunderts einigte Nurhaci die Dschurdschen in der Mandschurei. Er wurde der Anführer der Duschurdschen und begann kriegerisch gegen China vorzugehen. Dies setzte sein Nachfolger Abahai fort. Im Jahre 1635 änderte er den Namen Dschurdschen in Mandschu. Im Jahre 1644 konnten die Mandschus in China offziell die Qing-Dynastie ausrufen. Schon vorher haben sie viele chinesische Gebiete besetzt, aber erst in diesem Jahr konnten sie schließlich die ganze Macht über China an sich reißen. Das war das Ende der Ming-Dynastie. Lange Jahre gab es jedoch den Widerstand der Südlichen Ming, die wie der Name schon sagt in Südchina waren. Das kommt daher, dass die Mandschurei im Nordosten von China liegt und der Süden somit erst später betroffen war. Shunzhi wurde 1644 der erste Kaiser der Qing-Dynastie. Die Mandschus unterschieden sich in ihren Maßnahmen am Anfang nicht viel von den Mongolen. Man versuchte Chinesen und Mandschuren voneinander zu trennen. Es wurden Ehen zwischen Chinesen und Mandschuren verboten. Auch in der Hauptstadt Peking lebten Chinesen und Mandschuren getrennt. Chinesische Beamten wurden immer mehr durch mandschurische ersetzt. Die chinesischen Bauern wurden durch die Mandschu sehr stark ausgebeutet, indem sie sehr hohe Steuerabgaben leisten mussten. Doch das lockerte sich allmählich. Im Jahre 1662 kam der Kaiser Kangxi an die Macht. Er regierte von 1662 bis 1722. Hier kommen wir in eine Phase der Besserung. Kangxi war ein Kaiser der es verstand zu regieren. Er versuchte Wege zu finden um die Chinesen zufrieden zustellen. Er war der Ansicht, dass sich ein Kaiser nur dann halten kann, wenn er die gesamte Bevölkerung zufrieden stellt und das tat er auch. Er unternahm innerhalb seiner Regierungszeit insgesamt sechs Reisen zu den intellektuellen Schicht der Chinesen, die vor allem im Süden anzutreffen war. So meinte er könne man das Problem lösen, dass China nun von einer fremden Macht regiert wird. Kangxi zeigte darüber hinaus wahres Interesse an der alten chinesischen Kultur und übernahm auch einige ihrer Traditionen. Jingdezhen, die Hauptstadt des Porzellans blüte unter der Herrschaft von Kangxi auf. Zu dieser Zeit wurde das beste Porzellan in der Geschichte Chinas gefertigt. Wichtig dabei ist jedoch auch, dass auch die Malerei auf dem Porzellan ebenfalls ihren Höhepunkt erreichte. Das 18. Jahrhundert war eine Zeit des Wohlstands für China. Im 18. Jahrhundert war China das größte und reichste Land der Welt. Die Qing-Dynastie eroberte die äußere Mongolei (heutige Mongolei), Tibet, das Tarimbecken, Taiwan und noch einige andere kleine Gebiete. Das was wir heute als Westchina kennen gehört erst seit dem 18. Jahrhundert zu China, genauso wie Taiwan. 1759 erreichte China seine maximale Ausdehnung von 11,5 mio. km2. Heute beträgt Chinas Fläche 9,5 mio. km2. In den Jahren 1723 bis 1735 war Yongzheng chinesischer Kaiser und von 1736 bis 1796 war Qianlong Kaiser. Diese Zeit des Wohlstandes hat China diesen drei Kaisern Kangxi, Yongzheng und Qianlong zu verdanken. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass China im 18. Jahrhundert auch das reichste Land gewesen ist. Finanziell ging es einem chinesischem Bauern Mitte des 18. Jahrhunderts besser als einem französischen Bauern unter Ludwig XV und außerdem haben die meisten chinesischen Bauern darüber hinaus eine bessere Bildung genossen. Zu dieser Zeit waren die Beatengehälter auch sehr hoch, um der Korruption entgegenzuwirken. In dieser Zeit wuchs die Bevölkerung Chinas ziemlich stark an. Ende des 18. Jahrhunderts verschlechterte sich die politische Lage wieder und es kam zu Bauernaufständen. Hier setzte auch die Korruption der Beamten wieder ein. Langsam entdeckte auch England sein Interesse an China. Es lieferte Opium nach China, wovon die Regierung selbstverständlich nicht begeistert gewesen ist. Man entschloß sich dazu den Opiumimport zu verbieten. Als jedoch ein chinesischer Beamter Opium auf einem britischen Schiff in Kanton beschlagnahmen ließ reagierten die Briten kriegerisch und es kam 1842 zum "Ersten Opiumkrieg", den China verlor. Dafür musste China Kriegsreparationen an England zahlen. Der Opiumimport stieg im 19. Jahrhundert immer weiter an und Europa versuchte immer mehr Einfluss auf China auszuüben. Waffenmäßig war China schon seit längerer Zeit vom Westen abhängig, da sie z. B. Kanonen von ihnen kauften. Im 19. Jahrhundert musste China nach vielen weiteren Konflikten den Briten immer mehr chinesische Häfen für den Handel öffnen wie auch Hongkong an England abtreten. Es gab aber auch innerhalb Chinas viele Probleme. Mitte des 19. Jahrhundert bildeten sich die Taiping, die gegen die Mandschu waren. Sie besetzten große Teile Chinas. Ihren Höhepunkt erreichten sie 1850. In den nächsten Jahren konnten sie jedoch vollständig bekämpft werden, doch es gab auch noch andere Widerstandsgruppen. Die Leute, die den Taiping-Aufstand erfolgreich bekämpft haben bekamen trotz der Kaiserin Cixi immer mehr Macht. Viele Beamten waren ihnen gegenüber negativ eingestellt, da sie dem Westen gegenüber eine positive Haltung eingenommen haben. Nach der chinesischen Kontrolle eines britischen Schmuggelschiffs kam es 1856 zum "Zweiten Opiumkrieg". Frankreich und Deutschland marschierten ebenfalls in China ein. Auch Japan machte China Schwierigkeiten da sich seine industrielle Entwicklung schneller vollzog als die chinesische. 1894 kam es zu Unruhen in Korea, was unter Oberhoheit Chinas stand und China eilte zur Hilfe. Damit kam es in diesem Jahr zum chinesisch-japanischen Krieg, den China ebenfalls verlor. Korea wurde somit Japan angeschlossen. Zu dem Verfall Chinas kam es erst einmal durch die inneren Unruhen, durch die Übergriffe des Westen und durch das festhalten an den alten Traditionen. Es gab Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts auch die Widerstandsbewegung der "Boxer". Sie waren gegen Ausländer und töten Chinesen, die mit den Ausländern zusammenarbeiteten oder zum Christentum übergetreten sein. 1900 haben sie einen deutschen Gesandten ermordet. Dies bezeichnet man als den Boxer-Aufstand. Aufgrund einer Kriegserklärung seitens Cixi an den Westen kam es zu weiteren kriegerischen Übergriffen und wieder musste China Reparationen an den Westen bezahlen. Im Jahre 1908 wurde Pu Yi im Alter von drei Jahren der letzte Kaiser von China. Drei jahre später jedoch endete seine offzielle Macht, da 1911 die Qing-Dynastie zu Ende gegangen ist und die Republik China entstanden ist. Darüber hinaus besetzte Russland die äußere Mongolei.


Die Republik China (1911 - 1949) und die Volksrepublik China (seit 1949)


Um die Jahrhundertwende stand China wirtschaftlich sehr schlecht dar. Einige europäische Länder kolonialisierten Teile Chinas und darüber hinaus musste China verschiedene Entschädigungen an diese Länder und an Japan bezahlen. Zu dieser Zeit und auch später im 20. Jahrhundert ging es den chinesischen Bauern sehr schlecht. Es bildeten sich neue politische Gruppen. Darunter gab es auch die Gruppe des Mediziners Sun Yat-Sen. Er war republikanisch gerichtet und organisierte Aufwände die nicht erfolgversprechend aussahen. Am Ende des Jahres 1911 kam es zu einigen Revolten in China und Sun Yat-Sen nutze die Situation, um an die Stelle der Qing-Dynastie zu treten. Damit ging die Qing-Dynastie zu Ende und am 1.1.1912 wurde Sun Yat-Sen in Nanjing zum ersten Präsidenten der Republik China gewählt. Im Februar 1912 musste der letzte chinesische Kaiser Pu Yi abdanken. Die neue Regierung war jedoch sehr schwach. Yuan Shikai, ein Militärmachthaber, hatte seit Beginn des 20. Jahrhunderts sehr viel Macht in China. Auf friedlichem Wege wurde das Präsidentenamt bereits im Februar 1912 auf ihn übertragen. Er löste alle demokratischen Einrichtungen in China auf und errichte eine Diktatur. Die Gruppe von Sun Yat-Sen floh nach Japan. Yuan Shikai, der bereits 1916 starb, gelang nicht China zusammenzuhalten. Japan versuchte in China seine Interessen durchzusetzen und schließlich kam es zu einer Zersplitterung Chinas. Die politischen Machthaber unter Yuan Shikai fingen an sich zu bekriegen. Sie werden daher Warlords genannt. Europäische Länder und Japan unterstützten unterstützten einige Warlords, um sich ihre Macht zu sichern. Dank einiger Aufstände gegen Japan konnte Sun Yat-Sen im Jahre 1921 in Kanton sein Präsidentenamt antreten. Er war jedoch nur Präsident in diesem Teilgebiet von China. Im Jahre 1924 schlug die Partei Sun Yat-Sens namens Kuomintang eine sowjetische Richtung ein. Der Militärmachthaber Chiang Kai-shek, der schon unter Sun Yat-Sen tätig war, weitete, nach dem Tod von Sun Yat-Sen, seine Macht in Südchina und auch Nordchina aus. 1928 wurde er in Peking zum Präsidenten gewählt. Als Chiang Kai-Shek an der Macht war wendete er sich von den Kommunisten ab und bekämpfte sie. Er schlug eine nationalistische Richtung ein. Am Anfang der 30er Jahre bildeten sich zunehmend kommunistische Organisationen in China. 1931 besetzte Japan die Mandschurei. Die Kommunisten Chinas (Rote Armee) leisteten Japan Widerstand wodurch sie an Popularität gewannen. Chiang Kai-Sek verfolgte die Kommunisten und so kam es zum "Langen Marsch" in den Jahren 1934/35. Dieser wurde von Mao Tse-tung angeführt und erstreckte sich über mehr als 10000 km. Es war die Flucht in eine sichere Region. 1937 besetzte Japan Teile von Nordchina. Chiang Kai-Shek und seine Regierung zogen sich daraufhin zurück. Während des 2. Weltkriegs kämpften beide Parteien gegen Japan. Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einem Bürgerkrieg den die Kommunisten gewonnen haben. Chiang Kai-Shek und seine Regierung mussten nach Taiwan fliehen. Am 1.10.1949 wurde die Volksrepublik China gegründet. Mao Tse-tung war der erste Präsident der Volksrepublik China bis er 1959 sein Amt niedergelegt hat. In den 50er Jahren wurden Tibet gewaltsam in die Volksrepublik China eingeglidert. Die Kommunisten versuchten nun China wieder aufzubauen und zeigten Interesse an der schlechten Lage der Bauern. Das politische System glich jedoch dem in der Sowjetunion, so dass es im Jahre 1957 Aufstände gab die brutal beendet wurden. 1958 führten die Kommunisten eine noch radikalere Politk ein, in der die Gemeinschaft noch stärker hervorgehoben wurde und in der nichts mehr privat war. Damit kam es jedoch zum Bruch zwischen China und der Sowjetunion, denn der Sowjetunion gefiel es nicht, dass China das sowjetische System abgeändert hat. 1960 wurden viele Bestandteile dieser Politik wieder zurückgenommen. 1965 löste Mao Tse-tung eine Bewegung aus die sich gegen diejenigen richtete die gegen seine Politik von 1958 waren. Damit konnte er vor allem die Jugend und die Studenten mobilisieren die nun viel Macht hatten und Konterrevolutionäre aufdecken sollten. Viele wichtige Parteimitglieder verloren durch diese Bewegung ihre Macht, wie z. B. Deng Xiaoping. Dies ist in die Geschichte als Kulturrevolution eingegangen. Dies zog eine Anarchie nach sich die erst mit Hilfe des Militärs gestoppt werden konnte. Danach stabilisierte sich die Lage wieder. Am 9.9.1976 starb Mao Tse-tung. Nach seinem Tod kam wieder Deng Xiaoping an die Macht, der während der Kulturrevolution entmachtet wurde. Er versuchte nun Mao Tse-tungs Politik rückgängig zu machen. Er hat die Planwirtschaft abgeschafft und einen Schritt Richtung sozialer Marktwirtschaft gemacht. Dennoch ließ er im Juni 1989 viele Studenten erschießen und verhaften die am "Platz des Himmlischen Friedens" in Peking für mehr Demokratie demonstriert haben. Am 1.7.1997 gab Großbritannien Hongkong and China zurück und am 20.12.1999 gab Portugal Macao an China zurück. Beide Regionen dürfen 50 Jahre lang ihr wirtschaftliches System beibehalten.


Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

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Letzte Änderung: 24.12.2004