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Geographie Chinas


Mit einer Fläche von 9.571.300 km2 ist China das drittgrößte Land der Welt. Es ist außerdem das meistbevölkerte Land der Welt mit einer Einwohnerzahl 1,3 Milliarden Menschen. Die Hauptstadt heißt Peking (Beijing). China grenzt an folgende Länder: Nordkorea, Mongolei, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Burma, Laos und Vietnam. China ist ein geographisch interessantes Land hinsichtlich seiner Klimazonen, seiner Vegetation wie auch seiner verschiedenen Höhenlagen. Politisch ist China in viele Provinzen geliedert.


Der Nordosten


Der Nordosten Chinas ist am dichtesten bevölkert und es ist das Kernland der chinesischen Zivilisation. Der Osten Chinas liegt viel tiefer als der Westen. Nordostchina ist eher schwach bewaldet. Wo früher Wald war ist heute Ackerland. Vor allem Weizen, Gerste und Hirse werden hier angebaut. Im nördlichsten Nordosten Chinas liegt die Mandschurei. Heute besteht sie aus den Provinzen Heilongjiang, Jilin and Liaoning. Eine wichtige Stadt und die Hauptstadt von Heilongjiang ist Harbin. Die Temperaturen sind recht tief und es herrscht hier ein trockenes Winterklima. Grosse Teile der Mandschurei sind Grasssteppen. Weiter südlich liegt die Hauptstadt Chinas Beijing. Durch den Wintermonsun ist das Klima in Beijing und drum herum ein wintertrockenes Schnee-Wald-Klima. Dieses ist umgeben von einem winterkalten Steppenklima. Im Westen von Nordostchina befinden sich riesige Lößgebiete. Löß ist ein besonders fruchtbarer Boden der in Nordostchina sehr stark vertreten ist. Für die Landwirtschaft ist dies sehr wichtig. Aufgrund des Löß sehen diese Landschaften gelb aus. Der Löß wurde aus Wüsten in dieses Gebiet geweht. Für einen Wald ist Löß ungeeignet und daher sind die Lößlandschaften Steppen.


Der Südosten


Südostchina ist stärker bewaldet. Aufgrund des Klimas wird hier Reis angebaut. Das Gebirge Qinling-Shan trennt den Nordosten Chinas vom Südosten. In Südostchina ist das warmgemäßigte Regenklima vorherrschend. Hier befinden sich wundervolle Landschaften. Zunächst einmal wären die Karstlandschaften zu nennen. Sie ziehen sich von Yunnan bis nach Guangxi. Besonders gut kann man sie in Guilin bewundern. Es sind Karsttürme die mit Pflanzen bewachsen sind. Darüber hinaus gibt es dort auch Tropfsteinhöhlen. In Yunnan gibt es eine weitere interessante Landschaft und zwar den Steinwald. Es sind Gesteine die an einen Wald erinnern. Es ist aber kein versteinerter Wald. Ebenfalls beeindruckend ist das gesamte Hochland von Yunnan welches zwischen 2000 m und 4000 m hoch liegt. Die Hauptstadt der Provinz Yunnan ist Kunming. Die Provinz Sichuan ist stark bewaldet. Das Rote Becken von Sichuan ist das ganze Jahr über feucht und oft neblig. Das Klima im Roten Becken ermöglicht es viele verschiedene Getreidearten anzubauen. Im Roten Becken liegt die Stadt Chongqing. Der Westen Sichuans ist Bergland. Der äußerste Südosten Chinas wie auch die Insel Hainan haben ein tropisches Klima.


Der Nordwesten


Der Westen Chinas liegt viel höher als der Osten. In Nordwestchina befindet sich das Tarimbecken. Dieses liegt relativ tief im Vergleich zu seiner Umgebung. Er ist somit deutlich abgegrenzt durch die Gebirge Tian Shan (im Norden), Kunlun Shan (im Süden), Pamir und Karakorum (im Westen) und durch die Wüste Gobi im Osten. Das Tarimbecken selbst ist eine Wüstenlandschaft in der sich die Wüste Takla Makan befindet. Takla Makan ist eine große, besonders trockene und gefährliche Sandwüste. Trotz ihrer Größe ist sie nur sehr dünn besiedelt. Einige Oasen machen das Leben hier möglich. Damit Oasen entstehen können muss genug Wasser vorhanden sein. Entweder kommt das Wasser aus den Gebirgen wenn Schnee im Sommer schmilzt oder von Flüssen wie z. B. dem Tarim He in der Takla Makan Wüste. Die meisten Menschen die hier wohnen sind Uiguren. Weiter östlich befindet sich die Innere Mongolei (Nei Monggol) die heute ebenfalls eine autonome Region Chinas ist. Hier gibt es die Wüste Gobi, die zweitgrößte Wüste der Welt. Sie liegt nicht nur in China, sondern auch in der Mongolei. In den beiden Wüsten Gobi und Takla Makan sind die Sommer sehr heiß und die Winter kalt und trocken. Die Randgebiete der Wüsten Gobi und Takla Makan sind Steppen. Südlich der Wüste Gobi befindet sich der Qilian Shan. Der Tian Shan und der Kunlun Shan erreichen Höhen von über 7000 m. Im Karakorum-Gebirge, auf der Grenze zwischen China und Pakistan, befindet sich der K2. Mit einer Höhe von 8611 m ist er der zweithöchste Berg der Welt.


Der Südwesten


Im Südwesten Chinas und somit südlich des Tarimbecken und des Kunlun Shan befindet sich Tibet und im Süden von Tibet der Himalaya. Obwohl sich Tibet in den Subtropen befindet sind die Temperaturen hier sehr tief da Tibet sehr hoch liegt. Daher ist in Tibet das Schneeklima vorherrschend und es ist sehr trocken. Die Temperaturen schwanken sehr stark zwischen Tag und Nacht. Zurecht wird Tibet oft als "Dach der Welt" bezeichnet. Hier befindet sich nämlich der Himalaya, das größte und ausgedehnteste Gebirge der Welt. Der Himalaya ist dadurch entstanden, dass Indien von Süden aus gegen Asien drückt. Die Hauptstadt der Provinz Tibet ist Lhasa. Lhasa liegt in einer Höhe von 3658 m. Tibet ist durch die schweren Lebensumstände dünn besiedelt. Im Süden Tibets, wo Lhasa liegt, ist das Klima etwas milder. Daher leben die meisten Tibeter im Süden. In Tibet findet man viele Steppen. Wälder gibt es vor allem in den Randgebieten Tibets wo es wärmer und feuchter ist. Vor allem Gerste und Weizen werden in Tibet angebaut. Gerste wird noch in über 4000 m Höhe angebaut. Ebenfalls im Himalaya, auf der Grenze zwischen China und Nepal steht der Mount Everest. Mit einer Höhe von 8848 m ist er der höchste Berg der Welt. Auf jeden Fall ist Tibet eine faszinierende Landschaft.


Die Flüsse und Meere


Im Osten und Südosten ist China von Meeren umgeben. Im Nordosten ist es das Gelbe Meer, weiter südlich das Ostchinesische Meer und im Südosten ist es das Südchinesische Meer. Die beiden wichtigsten Flüsse Chinas sind der Jangtsekiang (Chang Jiang) und der Huang He (Gelber Fluss). Beide Flüsse entspringen im Kunlun Shan Gebirge. Danach fließt der Jangtsekiang durch Yunnan und Sichuan und durch das Rote Becken von Sichuan. Hier findet man die Stadt Chongqing. In diesem Gebiet durchquert er eine sehr beeindruckende Landschaft mit vielen Schluchten. Dann fließt er weiter vorbei an Wuhan wo er besonders breit ist. Die nächste große Stadt an der er vorbei fließt ist Nanjing. In diesem Gebiet wird sehr viel Reis angebaut. In der Nähe von Shanghai mündet er ins Ostchinesische Meer. Der Jangtsekiang ist mit 6300 km der drittlängste Fluss der Welt. Er stellt einen sehr wichtigen Wasserweg für China dar. Der, 1800 km lange, Kaiserkanal verbindet den Jangtsekiang mit dem Huang He. Der Huang He ist 5464 km lang. Er mündet ins Gelbe Meer. Der Fluss Mekong entspringt in Tibet und fließt weiter nach Süden durch Yunnan. Danach fließt er entlang der Grenze zwischen Laos und Burma sowie Laos und Thailand. Als nächstes durchquert er Kambodscha und Vietnam und mündet ins Südchinesische Meer. Er ist 4500 km lang.

Blick auf den Mount Everest (8848 m) vom Basislager (5200 m)
Blick auf den Mount Everest (8848 m) vom Basislager (5200 m)

Der Steinwald in Yunnan
Der Steinwald in Yunnan

Karstlandschaften bei Guilin
Karstlandschaften bei Guilin

Karstlandschaften bei Guilin
Karstlandschaften bei Guilin


Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

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Letzte Änderung: 30.01.2009