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Bevölkerung Chinas


China ist ein Vielvölkerstaat und mit 1,3 Milliarden Einwohnern das meistbevölkerte Land der Welt. Unter dem Begriff Chinesen versteht man das Volk der Han. Sie machen 93% der Bevölkerung aus. Historisch gesehen stellt Nordostchina (ohne die Mandschurei), bis hinunter zum Jangtsekiang, das chinesische Kernland dar und somit das Siedlungsgebiet der Han. Die Han waren stets ein sesshaftes, gut organisiertes und diszipliniertes Volk. Zur Zeit der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.) expandierten die Han-Chinesen weiter nach Süden und nach Westen (Zentralasien) und verdrängten so viele Völker. Auch heute leben die Han-Chinesen im Osten Chinas (historisches Kernland). In der chinesischen Sprache gibt es mehrere Dialekte, aber generell lässt sich sagen, dass es die Muttersprache der Han ist.

Wie schon angedeutet leben viele weitere Völker in China. Die Expansionen der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.) haben zur Folge, dass einige Völker vertrieben wurden, aber andere wurden dem chinesischen Reich angeschlossen. Heute gibt es 56 anerkannte Ethnien in China. Die Regionen in denen diese Völker leben haben den Status von autonomen Regionen. Sie können sich somit selbst verwalten und ihre Kultur und Sprache beibehalten. Die größte Minderheit stellen die Zhuang dar. Sie sind mit den Thai verwandt. Sie leben im Südosten Chinas und vor allem in der autonomen Region Guangxi. Die zweitgrößte Minderheit stellen die Hui dar. Sie sind islamische Han-Chinesen und leben vor allem in der autonomen Region Ningxia. Eine weitere wichtige Minderheit sind die Uiguren. Sie sind ein Turkvolk das sich größtenteils zum Islam bekennt. Sie leben im Nordwesten Chinas und zwar in der autonomen Region Xinjiang. Sie sind vor allem Bauern und Händler. Die autonome Region Xinjiang ist, durch die Takla Makan Wüste im Tarimbecken, sehr schwach besiedelt. Leben ist nur in den Oasen möglich. Außer den Uiguren leben in Xinjiang jedoch auch Kasachen, Kirgisen, Mongolen, Tadschiken und Usbeken. Die Kasachen und Mongolen leben als Nomaden. Aufgrund der vielen Rohstoffe und der zunehmenden Industrialisierung sind in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Han-Chinesen nach Xinjiang ausgewandert. Im Norden Chinas in der autonomen Region Nei Monggol (Innere Mongolei) wohnen Mongolen. Die meisten sind Nomaden und bekennen sich zum lamaistischen Buddhismus. Im Nordosten Chinas in der Mandschurei leben Mandschuren. Seit 1644, als die Mandschuren China erobert haben, gehört die Mandschurei zu China. Am Anfang des 20. Jahrhundert wanderten Han-Chinesen in die Mandschurei aus, weil es dort große Rohstoffquellen gibt. Im Südwesten Chinas in Tibet leben Tibeter und sie sind lamaistische Buddhisten. Viele Tibeter sind Nomaden. 1950 hat China Tibet annektiert und nun ist Tibet die autonome Region Xizang.


Autor und Webmaster: Lukas Czarnecki

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Letzte Änderung: 24.12.2004